Social by Design

Allgemein, Design, Freuzeug, Fundstücke, Handwerk, Philosophie, Relevanz
DESIGNDEVELOP s.r.o./ Project Gregory

Bilder: DESIGNDEVELOP s.r.o./ Project Gregory

Form folgt Funktion – eine Binsenweisheit, die in der Regel durchaus Daseinsberechtigung hat. Design als Selbstzweck bedeutet nichts anderes als in Schönheit zu sterben. Aber: Manchmal kann Design auch eine neue Funktion schaffen. So im Falle des slowakischen Project GREGORY, wo sich durch das Engagement der Designagentur DESIGNDEVELOP gegebene Werbewirklichkeit und modernes Design symbiotisch zu sozialem Wohnungsbau verbinden sollen.

In Banska Bystrica wollen die Kreativen die sperrigen und kostenintensiven Plakatwände, die die Stadt überschwemmen zu modernen, pragmatischen und durchaus ziemlich stylishen Wohnungen für Obdachlose umnutzen. „Social by Design“ bekommt auf einmal eine ganz andere Bedeutung.

Bisher existiert das Projekt leider nur in Skizzen und 3D-Visualsierungen, die man sich auf http://www.projectgregory.com ansehen kann. Open Source übrigens, denn die Billboard-Houses sollen ihren Weg auch – so die Vision der Macher – in andere Staaten finden. Architekten, Designer und Künstler sollen die Basis nach eigenen Vorstellungen weiterentwickeln.

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Die Finanzierung der durchaus überschaubaren Kosten soll durch eine Kombination aus Werbeeinnahmen der Großflächen und durch Sponsorengelder realisiert werden. Die Stromversorgung der Häuser könnte über die (optimierte) Elektrik laufen, die ohnehin notwendig ist, um die Werbetafeln nachts zu beleuchten. Der kommunikative Mehrwert für Investoren läge vor allem im Bereich der Imagebildung von Unternehmen – zum Beispiel durch das Logo des GREGORY Projects, das die Firmen auf Ihrer Website mit ihrem sozialen Investment verlinken könnten.

Eigentlich doch ein ganz smarter Plan.Trotzdem droht die Realisierung am fehlenden Kapital zu scheitern. Bisher geben sich die Investoren nämlich nicht unbedingt die Klinke in die Hand. Schwierigkeiten, mit denen Non-Profit-Initiativen eben meistens zu kämpfen haben. Allerdings ist bei der „Vermarktung“  des GREGORY Projects auch noch reichlich Luft nach oben – vor allem beim Thema Social Media: Bis dato gibt es leider weder eine Facebook-Seite noch findet man eine Seite auf Google+. Blog? Fehlanzeige. Auch bei der Finanzierung sind noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft: Wie wäre es mit Crowdfunding?

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Aber genug mit der Haar in der Suppe-Sucherei. Ich finde Project GREGORY unbedingt unterstützenswert und wäre wirklich begeistert, wenn die Billboard-Häuser den Weg von der Skizze in die Werbelandschaften schaffen.

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