Dieser Keks wird ein weicher sein

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Xavier Naidoo ist so ne Art Infokrieger. Ein Kämpfer für die einzig wahren Wahrheiten. Er spricht vor der Reichsbürgerbewegung. Er faselt antiamerikanisch über ein besetztes Deutschland. Keine Ahnung. Ich will mich damit gar nicht so genau befassen. 9/11 war die Hochfinanz gar nicht auf dem Mond und die Illuminaten haben die Pläne für die Flugscheiben geklaut. So ein Verschwörungsdriss halt. Schadet er damit Deutschlands Jugend? Irgendjemand? Möglich! Kein Vergleich aber, zu dem Unheil, das er schon seit Jahren mit seiner pseudointellektuellen Poesiealbumslyrik in den Kinderzimmern der Republik anrichtet.  Ich klage an!

Lesefütter mein Ego

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Fütter mein Ego, fütter mein Ego, fütter mein Ego – so heißt es in einem modern interpretierten Schneewalzer. Eine Hymne an die Profilneurose aus dem Hause Einstürzende Neubauten. Dies war eine coole popkulturelle Einleitung, die erst später noch noch eine Rolle spielen wird. Zunächst aber: Alles gute, Huffington Post Deutschland. Dies ist ein Glückwunschtext. Bitte erwarten Sie keine dialektisch geführte, medienkritische Abhandlung mit Anspruch auf Objektivität.

Ein Vorurteil im Menü, zum Mitnehmen bitte …

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Stefan Raab lästert über Ossis, Mario Barth über Frauen – und ein Möbelramschladen über Homosexuelle, Dicke und Menschen aus dem Prekariat. Humormacht in diesem Fall: Agentur Schaller, Kunde Roller – mein lieber Scholler. Was ich davon halte? Lassen Sie es mich ganz dezidiert sagen – Fuck off. Nein, nein, nein. Ich bin ganz sicher kein politisch überkorrekter Moralist. Ich bin ein großer Fan von Serdar Somuncu, der als Randgruppenapologet das Recht jeder Minderheit auf Diskriminierung einfordert.

Das Funktionsjacken-Dilemma

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Funktionsjacken – ein hässliches Wort. Diese Jack Wolfskin, Northface oder wie wie auch immer-Dinger. Atmungsaktiv, Kälteresistent bis 40 Grad Minus, wasserabweisend, leicht wie eine Feder. Perfekt für einen Ausflug ins ewige Eis. Vorgeführt werden die sauteuren Outdoor-Essentials aber bei 15 Grad Plus – pünktlich zum Herbstbeginn in der sonnigen Fußgängerzone. Von Familien bildungsbürgerlicher Prägung: „Torben, Malte, Emma: macht den Reisverschluss zu.“ An seine Grenzen wird das Material aus der Weltraumforschung wahrscheinlich nie kommen. Kanonen-Spatzen-Syndrom. Warum macht man so etwas? Weil man es kann. Wie bei vielen Internetseiten.

Social by Design

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DESIGNDEVELOP s.r.o./ Project Gregory

Bilder: DESIGNDEVELOP s.r.o./ Project Gregory

Form folgt Funktion – eine Binsenweisheit, die in der Regel durchaus Daseinsberechtigung hat. Design als Selbstzweck bedeutet nichts anderes als in Schönheit zu sterben. Aber: Manchmal kann Design auch eine neue Funktion schaffen. So im Falle des slowakischen Project GREGORY, wo sich durch das Engagement der Designagentur DESIGNDEVELOP gegebene Werbewirklichkeit und modernes Design symbiotisch zu sozialem Wohnungsbau verbinden sollen.

Wir können billig und ähhhh …

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Ist ja nix Neues: Media-Markt hat den Online-Zug zu lange durchgewunken, anstatt selbst rechtzeitig aufzuspringen. Lieber hat man mit ein paar U-Turns in der Kommunikationsstrategie die Verbraucher schwindlig getanzt: Erst sollten die Hammer-Giga-Monster-günstigen Preise der Vergangenheit angehören. Hat nicht funktioniert (kein Wunder eigentlich. Außer billig war da ja nicht viel). Wie aus dem Nichts gab es dann auf einmal zwei trashige Familien – die eine mehr, die andere weniger doof. Strategisch ging’s dann wieder back to the roots: Hey superbillig, olé olé superbillig! Blöd nur, dass selbst das Amazon besser kann. Wolfgang Kirsch, Chef von Media-Saturn Deutschland bläst jetzt zum Multi-Channel Halali auf die Kunden – mit einer visionären Idee. Aber man weiß ja, was Helmut Schmidt über Visionen gesagt hat …

Kennste den schon?

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Was Humor angeht ist Jerry Lewis eine unbestrittene Koryphäe! Der gute alte Jerry also sagte nämlich: „Mit Humor kann man Frauen am leichtesten verführen, denn die meisten Frauen lachen gerne, bevor sie anfangen zu küssen.“ Nein, das ist keine flache Überleitung zum Thema „Werbewirksamkeit von Humor“, es ist eine sehr flache. Egal jetzt!

Leichen pflastern meinen Weg

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Ich habe Leichen im Keller. Reichlich Leichen. Ideen, dahingeschieden und vergessen. Abgelegt in Hirnregionen, an die ich nicht mehr herankomme. Klar sind Ideen oft Ergebnis eines Denkprozesses, als Lösung für eine konkrete Aufgabenstellung. Oft kommen sie aber im falschen Augenblick, wenn man sich gerade wirklich nicht damit beschäftigen kann. Man hat quasi einen Hammer, aber keinen Nagel. Eine Lösung könnte sein, Ideen zu konservieren und auf den richtigen Anlass zu warten. Was aber, wenn der richtige Nagel nie kommt? Dann stirbt unter Umständen eine phänomenale Idee völlig vereinsamt. R.I.P.

Generation Gentrifikation

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Eigentlich sollte die Headline dieses Beitrags lauten „Mein Senf“. Der Artikel wäre mit einem Wort ausgekommen: „Dazugegeben“. Genug wird und wurde geschrieben über die neuen Geek-Insignien aus Kalifornien. Vor allem die Apple Watch bekommt den Spott ab: Willfährig schnallen sich die mündigen Kritiker einen echten Apfel ums Handgelenk, fotografieren das Ganze und posten es in den sozialen Medien. Lustig, lustig, lustig! Nicht! Ein hervorragendes Beispiel, dass manche Gags nur einmal gut sind. Auch mit Bananen, Birnen und anderem Obst wird es nicht besser. Aber ich schweife ab.

Raus aus der Schmollecke

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Früher war die Sache einfach: In Mathe war ich lausig, in Deutsch sehr gut. Heute soll ich „uniquen content“ produzieren und gleichzeitig die Algorithmen des mächtigen Google überlisten. Erst kommt der Page Rank, dann der gute Stil. Gezahlt wird wortweise. (Was wirklich ein Riesenschwachsinn ist. Oder rechnen Webdesigner nach Pixeln und Illustratoren nach Vektoren ab?) Tja nun, ich persönlich finde das nicht schön – ich halte diese Art zu schreiben für Spam mit anderen Mitteln.