Wir können billig und ähhhh …

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Ist ja nix Neues: Media-Markt hat den Online-Zug zu lange durchgewunken, anstatt selbst rechtzeitig aufzuspringen. Lieber hat man mit ein paar U-Turns in der Kommunikationsstrategie die Verbraucher schwindlig getanzt: Erst sollten die Hammer-Giga-Monster-günstigen Preise der Vergangenheit angehören. Hat nicht funktioniert (kein Wunder eigentlich. Außer billig war da ja nicht viel). Wie aus dem Nichts gab es dann auf einmal zwei trashige Familien – die eine mehr, die andere weniger doof. Strategisch ging’s dann wieder back to the roots: Hey superbillig, olé olé superbillig! Blöd nur, dass selbst das Amazon besser kann. Wolfgang Kirsch, Chef von Media-Saturn Deutschland bläst jetzt zum Multi-Channel Halali auf die Kunden – mit einer visionären Idee. Aber man weiß ja, was Helmut Schmidt über Visionen gesagt hat …

Kennste den schon?

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Was Humor angeht ist Jerry Lewis eine unbestrittene Koryphäe! Der gute alte Jerry also sagte nämlich: „Mit Humor kann man Frauen am leichtesten verführen, denn die meisten Frauen lachen gerne, bevor sie anfangen zu küssen.“ Nein, das ist keine flache Überleitung zum Thema „Werbewirksamkeit von Humor“, es ist eine sehr flache. Egal jetzt!

Leichen pflastern meinen Weg

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Ich habe Leichen im Keller. Reichlich Leichen. Ideen, dahingeschieden und vergessen. Abgelegt in Hirnregionen, an die ich nicht mehr herankomme. Klar sind Ideen oft Ergebnis eines Denkprozesses, als Lösung für eine konkrete Aufgabenstellung. Oft kommen sie aber im falschen Augenblick, wenn man sich gerade wirklich nicht damit beschäftigen kann. Man hat quasi einen Hammer, aber keinen Nagel. Eine Lösung könnte sein, Ideen zu konservieren und auf den richtigen Anlass zu warten. Was aber, wenn der richtige Nagel nie kommt? Dann stirbt unter Umständen eine phänomenale Idee völlig vereinsamt. R.I.P.

Raus aus der Schmollecke

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Früher war die Sache einfach: In Mathe war ich lausig, in Deutsch sehr gut. Heute soll ich „uniquen content“ produzieren und gleichzeitig die Algorithmen des mächtigen Google überlisten. Erst kommt der Page Rank, dann der gute Stil. Gezahlt wird wortweise. (Was wirklich ein Riesenschwachsinn ist. Oder rechnen Webdesigner nach Pixeln und Illustratoren nach Vektoren ab?) Tja nun, ich persönlich finde das nicht schön – ich halte diese Art zu schreiben für Spam mit anderen Mitteln.

Auf der Suche nach No. 38

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Es gibt 37 Arten von Kopfschmerzen. Das ist mal eine Ansage, die sich da Vorabend für Vorabend in mein Hirn mäandert. 37. Nicht 36 und auch nicht 38. Genau 37. Jedes Mal wenn der Spot läuft, schwillt mir der Hals. Ehrlich. Es ärgert mich maßlos. Obwohl ich die Intention des Pillen-Texters durchaus verstehe. Viele Arten von Kopfschmerzen, das lässt sich nicht fassen, ist nicht eingängig, bleibt nicht haften. Aber 37. Da kann man sich was drunter vorstellen. Jawoll. Aber eines kann ich Euch sagen: Ich lass mich ungern verscheißern – vor allem so offensichtlich.

Keinen Bärendienst aufbinden

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Social Media wurde vor einigen Jahren als Heilsbringer des modernen Marketings gefeiert. User generated Content, Interaktion, Kundenbindung, Image, Recruiting. Dazu einfacher zu bedienen als jedes CMS und kostenlos – eine wahre Allzweckwaffe. Google+, Facebook, Twitter, Tumblr, Blogs etc. pp. versprechen auch heute noch neue Super Touchpoints, also spitzenmäßige Berührungspunkte (klingt halt nicht so groovy auf Deutsch).